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Markt22. Oktober 2026

Baugenehmigungen für Wohnraum in Italien legen im zweiten Quartal zu – noch keine Trendwende

Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Istat mehr genehmigte Wohnungen als im Vorquartal und im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahlen betreffen Genehmigungen für Neubauten, nicht fertiggestellte Wohnungen, und zeigen allein nicht das Angebot in den einzelnen Regionen.

Die neuesten Zahlen

Am 9. Oktober veröffentlichte Istat die Daten zu Baugenehmigungen für das zweite Quartal 2026. Saisonbereinigt stieg die Zahl der vorgesehenen Wohnungen in neuen Wohngebäuden gegenüber dem Vorquartal um 3,8 Prozent; die nutzbare Wohnfläche nahm um 1,4 Prozent zu.

Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 8,0 Prozent und die nutzbare Fläche um 7,3 Prozent. Istat schätzt die Zahl für das Quartal auf 13.246 Wohnungen in neuen Wohngebäuden.

Eine Erholung mit Vorbehalt

Istat weist darauf hin, dass der vierteljährliche Zuwachs die Rückgänge des Vorquartals nicht ausglich. Das ist ein positives Signal, belegt aber für sich genommen keine anhaltende Wachstumsphase beim Neubau von Wohnungen.

Eine Genehmigung erlaubt ein Vorhaben; sie belegt weder den Baubeginn noch die Fertigstellung oder den Verkaufsstart. Für Käufer ist sie ein Frühindikator, keine Kennzahl für sofort bezugsfertiges Angebot.

Was die Statistik erfasst

Die Erhebung umfasst Neubauten und Erweiterungen bestehender Gebäude, die deren Volumen vergrößern. Laut Istat-Methodik werden Renovierungen ohne Volumenzuwachs, Aufteilungen, Nutzungsänderungen und Anträge auf nachträgliche Legalisierung nicht erfasst.

Die Zahlen bilden daher nicht die gesamte Bautätigkeit ab und zeigen auch nicht, wie viele bestehende Wohnungen saniert wurden. Das ist wichtig in Märkten, in denen zusätzliches Angebot teilweise durch die Modernisierung des vorhandenen Bestands entsteht.

Bedeutung für Käufer

Die Zahl gilt für Italien insgesamt und zeigt nicht, ob eine bestimmte Gemeinde oder Gegend in Apulien oder einer anderen Region genügend Wohnraum schafft. Für die Standortbewertung sollte man sie mit lokalen Angaben zu Baufortschritt, Fertigstellungsterminen, Verkäufen und tatsächlich verfügbaren Immobilien ergänzen.

Beim Vergleich zwischen Neubau und renovierungsbedürftigem Haus klärt eine Genehmigung weder die Endkosten noch den Zeitplan. Preis, Zustand, erforderliche Arbeiten und Projektunterlagen sollten getrennt geprüft werden, bevor man sich bindet – mit Unterstützung geeigneter Fachleute.

Quellenistat.itistat.it